50. Firmenjubiläum Autohaus Kirmse


Als Bernd Kirmse am 28. September 1967 seine KFZ-Werkstatt in der Cainsdorfer Brauereistraße gründete, tickten die Uhren im Osten Deutschlands, also der ehemaligen DDR noch ganz anders. Junge Leute, als über 40jahrige können sich das kaum noch vorstellen. Einerseits waren Privatfirmen in der DDR gar nicht gern gesehen und wurden nur sehr selten genehmigt, andererseits wollten nicht nur die „einfachen Arbeiter“, sondern auch die Bonzen und Parteifunktionäre ihre Autos schnell repariert haben. Und damit schlug die Stunde für Bernd Kirmse. Der KFZ-Meister mit Herz und Verstand stieß mit Zielstrebigkeit in diese Versorgungslücke und baute seine Trabantwerkstatt kontinuierlich auf. Es wurden immer mehr Mitarbeiter eingestellt, um den wachsenden Bedarf möglichst ohne lange Wartezeiten abdecken zu können. Bei Garantiedurchsichten, die jeweils montags ohne Voranmeldung durchgeführt wurden, kam es zu langen Autowarteschlangen vor der Cainsdorfer Werkstatt.

Durch seine fachliche Kompetenz und sein freundliches Wesen genoss Bernd Kirmse auch großes Ansehen und Vertrauen bei seinen Berufskollegen und wurde 1974 zum Obermeister der Region Zwickau-Werdau gewählt. Dieses Amt begleitete er 21 Jahre bis zu seinem gesundheitsbedingten Ausscheiden aus der Firma. In all den Jahren wurden in der KFZ-Meisterwerkstatt von Bernd Kirmse fast 40 Lehrlinge erfolgreich ausgebildet. Ab 1996 musste seine Frau Brigitte die Firma mit den beiden Söhnen Thomas und Lars weiterführen. Die Söhne – mittlerweile beide selbst KFZ-Meister – waren von Anfang an mit dem Betrieb des Vaters und der Entwicklung über die Jahre bestens vertraut.   Bereits vor der offiziellen Wiedervereinigung wurde am 1. Juli 1990 ein Ford-Haupthändlervertrag unterschrieben. Viele ehemalige Trabbikunden hielten den Kirmses auch weiterhin die Treue. Probleme gab es auch in der neuen Zeit. Waren es zu DDR-Zeiten hauptsächlich die Mangelwirtschaft und fehlende Ersatzteile, musste jetzt viel mehr „verwaltet“ werden. Neubau  und Erweiterung der Büro- und Werkstattgebäude, Verhandlungen mit Banken und Aufnahme von Krediten – leicht war die Führung einer Firma, die bisweilen 27 Mitarbeiter hatte, zu keiner Zeit. 2007 zog sich Mutter Brigitte aus dem Unternehmen zurück und legte die Verantwortung vollständig in die Hände der Söhne, die das Traditionsunternehmen in den letzten 10 Jahren erfolgreich weitergeführt haben. Auch heute noch gilt für Thomas und Lars Kirmse: Stillstand ist Rückschritt und so wird weiterhin kontinuierlich am und im Unternehmen gearbeitet. So wurde in diesem Jahr eine Waschanlage eingebaut und neue Diagnosetechnik angeschafft, weil auf die technische Weiterentwicklung der Autos reagiert werden muss. Auch nach 50 Jahren Dienst am Kunden gilt im Autohaus Kirmse noch der Slogan des Gründers  Bernd Kirmse: »Bei uns sind Sie in guten Händen!«

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