Weihnachtsgans für Obdachlose


Menschen, die in eine Notsituation geraten sind, gab es zu allen Zeiten und überall auf der Welt. Hunger, Kriege, Naturkatastrophen – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Manchmal wird von der zivilisierten Welt Hilfe organisiert. Spendengalas und Hilfsorganisationen haben Hochkonjunktur, aber ob die Hilfe wirklich bei den Richtigen und vor allem in voller Höhe ankommt? – eine Frage, die sich sicher so mancher stellt. Was dabei besonders auffällt, ist die Tatsache, dass die materielle oder finanzielle Hilfe medienwirksam oft in weit entfernten Teilen der Welt geleistet wird, was die Sache nicht weniger ehrenwert macht. Dabei wird aber oft vergessen, dass auch „direkt vor der eigenen Haustür“ oft große Not herrscht. Auch in Deutschland gibt es Menschen, die selbst verschuldet oder nicht in schier ausweglose Situationen geraten sind. Arbeitslosigkeit, Unfall, Scheidung, Alkohol – auf der untersten Stufe angekommen steht meist von der „Zivilgesellschaft“ unbemerkt oder erfolgreich verdrängt die Obdachlosigkeit. Von „Pennern“ ist dann schnell die Rede, dabei kann es prinzipiell jeden treffen. Ehemalige Hochschulprofessoren, Ärzte, Rechtanwälte – Menschen die man da so gar nicht vermutet. Das Zwickauer Obdachlosenheim »REGENBOGENHAUS«, geleitet von Kerstin Täuber, einer Frau mit einem großen Herzen, ist so ein Ort.

Simone Pech, eine Planitzer Unternehmerin unterstützt mit  Hilfe von vielen Freunden das Regenbogenhaus seit Jahren mit Geld, Sachspenden und tätiger Hilfe. Vor Weihnachten hat sie eine Feier organisiert, an der sich auch der Planitzer Unternehmerstammtisch finanziell beteiligt hat. Bei Glühwein und selbstgebackenem Kuchen konnten es sich die rund 30 Bewohner der ehrenamtlich geführten Einrichtung mal für ein paar Stunden richtig gut gehen lassen. „Gespräche oder einfach nur mal zuhören ist dabei fast wichtiger als alle materielle Hilfe“, ist die Erkenntnis von Simone Pech. Die gesammelten Geldspenden wurden für Gänsekeulen zur Weihnachtsfeier verwendet. Zur Nachahmung unbedingt zu empfehlen.


Fotos: Simone Pech

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