De Hutz’nstub


Die Advents- und Weihnachtszeit ist auch und gerade in der Erzgebirgsregion die Zeit von häuslicher  Wärme, Licht und Gemütlichkeit. Mit dieser Jahreszeit in Verbindung stehen eine Menge Traditionen und Begriffe, die auch in jüngeren Generationen wieder zum festen Lebensbestandteil geworden  sind. Allen voran ist die Hutz’nstube bekannt. Hierbei handelte es sich um den Raum, in dem sich die Klöpplerinnen zur gemeinsamen Arbeit trafen. Man tat dies, um Heizkosten zu sparen und den Tag in Gesellschaft zu verbringen. Neben dem Klöppeln wurden nach der winterlichen Federviehschlachtung  die Federn von den Kielen befreit und sortiert. Kamen am Abend die Männer von der Schicht im Berg, wurde bei „Dippel Gaffee“ wieder gemeinsam gesungen. So entstand seinerzeit das Mundartlied, auch Kurzgeschichten in traditionellem Dialekt kamen so zustande und blieben dank engagierter Volkshelden bis heute erhalten. Leuchtende Beispiele waren  hier Max Wenzel und Anton Günther.

Geblieben ist uns ein gemütliches abendlichen Besammensein in der warmen Wohnstube. Wer Glück hat, verfügt über einen traditionellen Kachelofen oder einen urigen Kamin. Traditionelle Geschihchten und passendes Liedgut tragen zum Erhalt unserer Kultur bei, was in dieser schwierigen Zeit überlebenswichtig für unsere Region ist.



Text: Markus Patzer, Grafik:  „De Uf’nbank”, 1899 - Anton Günther; Liedpostkarte Nr. 9, (Abbildung pupliziert unter Common Creative Licence)

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