30 Jahre Dienst am Kunden


Alles begann 1987 mit einem Aushang im Zwickauer Rathaus. Die staatliche Handelsorganisation HO wollte sich von „unlukrativen Geschäften“ trennen. Eines davon war der Niederplanitzer Schreibwarenladen, von den Planitzern liebevoll »Schreibi« genannt. Gabriele Liebold, die selbst aus einer Händlerfamilie stammt und gelernter Einzelhandelskaufmann mit Verkaufsstellenleiterabschluss ist, überlegte keinen Moment und ergriff die Möglichkeit, in die Selbstständigkeit zu gehen. „Ich habe diese Entscheidung keinen Tag bereut“, sagt die agile Geschäftsfrau, die schon als Kind gern bei den Großeltern im Laden mitgeholfen hat. Am 16. November 1987 erhielt sie die Gewerbegenehmigung und startete nach umfangreichem Umbau am 23. April 1988 als Kommissionshändlerin ihren eigenen kleinen Schreibwarenladen, den sie bis heute erfolgreich führt. „Die Zeit nach der Wende war wirklich nicht einfach, aber dank unserer treuen Kunden haben wir es geschafft“, sagt Gabriele Liebold, die für ihre Kunden immer einen flotten Spruch parat hat. „Freundlichkeit kostet nichts, zahlt sich aber aus. Die Kunden merken ganz genau, ob Du Deine Arbeit gern machst“, ist sich die Geschäftsfrau aus Leidenschaft sicher. „Wenn ein Kunde mit zufriedenem Lächeln unseren Laden  wieder verlässt, haben wir alles richtig gemacht“. Nach der Wende wurde der Laden noch einmal erweitert, weil ihre Nachbarin, Helga Kallweit, ihren Friseursalon altershalber aufgab. Auch das Sortiment wurde deutlich erweitert. „Probleme gab es früher, aber auch heute. Die Anforderungen an eine erfolgreiche Geschäftsführung sind heute anders als in der DDR, aber ich habe das immer sportlich gesehen, meint Gabriele Liebold. Offensichtlich war die »Schreibi« gar nicht so unlukrativ wie die HO das Geschäft vor 30 Jahren einschätzte.

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