Thema Steuern 2019- Was gibt es zu beachten?


Seit 2005 müssen Rentner Steuern zahlen

Seit 1. Januar 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz. Demnach müssen Rentner Steuern zahlen, wenn sie mit ihrem zu versteuernden Einkommen über dem Grundfreibetrag liegen. Das sind für das Jahr 2018 insgesamt 9.000 Euro für Alleinstehende und 18.000 Euro für Verheiratete. Weil jedem Rentner der Rentenfreibetrag zusteht, muss nicht jeder Euro versteuert werden, der über dem Grundfreibetrag liegt. Wie viel Steuern tatsächlich zu zahlen sind, hängt vom Renteneintritt ab:

  • Wer 2005 und früher in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern.
  • Danach steigt der Wert erst um zwei Prozentpunkte im Jahr ab 2020 um einen Prozentpunkt – also ab 2006 sind dann 52 Prozent der Rente steuerpflichtig.
  • Ab 2019 sind es 78 Prozent.
  • Ab 2040 wird jeder Rentner seine Rente zu 100 Prozent versteuern müssen.


Nicht nur die Rente, auch alle übrigen Einkünfte werden besteuert, zum Beispiel aus einer Vermietung. Genau wie Arbeitnehmer können aber auch Rentner bestimmte Kosten in der Steuererklärung eintragen. Das Finanzamt zieht diese Kosten dann vom Jahreseinkommen ab, nur der Rest wird versteuert. Absetzbar sind unter Umständen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Arzt- und Medikamentenrechnungen, Krankheits- und Pflegeheimkosten. Auch wichtig für Rentner ist der Altersentlastungsbetrag: Wer über 64 Jahre alt ist, kann damit sein zu versteuerndes Einkommen um maximal 1.900 Euro im Jahr senken. Wie hoch der Altersentlastungsbetrag ausfällt, hängt vom Geburtsjahr ab. Für alle, die nach dem 1. Januar 1975 geboren sind, entfällt dieser Betrag allerdings.


Ex-Gatte, Kinder oder pflegebedürftige Verwandte: Wie Sie Unterhalt von der Steuer absetzen

Eine der bekanntesten Formen von Unterhalt ist die finanzielle Unterstützung für den geschiedenen Partner. Wer für seine Ex-Frau oder den Ex-Mann Unterhalt zahlt, kann das Geld auf zwei verschiedene Arten von der Steuer absetzen: Entweder in Form des Realsplittings als Sonderausgabe und dann bis zu 13.805 Euro im Jahr oder als außergewöhnliche Belastung und dann höchstens 9.000 Euro für 2018. Wer außerdem die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für den Ex-Partner übernimmt, kann diese Beträge zusätzlich absetzen. Mindestens ebenso bekannt dürfte die zweite Variante der Unterhaltsleistungen sein, nämlich der Unterhalt für leibliche oder adoptierte Kinder. Zahlt ein Elternteil für sein Kind Unterhalt, kann derjenige maximal 9.000 Euro im Jahr 2018 absetzen. Allerdings nur dann, wenn für das Kind kein Kindergeld mehr fließt. Wenn das Kind mehr als 624 Euro im Jahr dazu verdient, verringert das den absetzbaren Betrag. Das gleiche gilt übrigens auch für den Verdienst des Ex-Gatten. Jedenfalls dann, wenn der Unterhaltszahler den Unterhalt als außergewöhnliche Belastung absetzt. Die dritte und letzte Form im Bereich Unterhalt ist die finanzielle Unterstützung für pflegebedürftige Verwandte. Anerkannt werden Unterhaltsleistungen nur an Verwandte in gerader Linie, also für die eigenen Eltern, Groß- oder die Urgroßeltern, Geschwister, Kinder oder Enkel. Das Geld – zum Beispiel für die Finanzierung des Senioren- oder Pflegeheims – gilt als außergewöhnliche Belastung. Wie bei außergewöhnlichen Belastungen üblich, kann erst der Betrag voll abgesetzt werden, der über der eigenen zumutbaren Belastungsgrenze liegt.

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