In eigener Sache


Nun ist die Bundestagswahl also vorbei und eigentlich wundert sich niemand über das Ergebnis – außer natürlich den Parteien, die damit überhaupt nicht gerechnet haben. Schockstarre vor allem bei der sächsischen CDU, die im Kielwasser ihrer alternativlosen Kanzlerin hinter der Alternative für Deutschland nur auf Platz zwei gekommen ist. Tillich schmeißt hin, bringt aber trotz eigenen Versagens schon mal einen Nachfolger ins Gespräch. Pflichtbewusst tun die Medien schon mal so, als ob der blasse und weitestgehend unbekannte Rotschopf schon gewählt wäre. Warum dann überhaupt noch Wahlen abhalten? Das Procedere kennen wir ja schon von der „Bundespräsidentenwahl“. Da stand das Ergebnis auch schon Wochen vorher fest. Hoch lebe die Demokratie.

Apropos Demokratie: Erste Kultureinrichtungen wie Theater und Varietees haben sich schon mal klar positioniert. Sie wollen unter ihren Zuschauern keinen AfD-Wähler! Klingt wie in den zwölf dunkelbraunen Jahren, als es hieß, „KAUFT NICHT BEIM JUDEN“. Ja, so sind sie unsere links-grün-rot-versifften Kulturschaffenden, die zu allen Zeiten der aktuell herrschenden Politik in den A... gekrochen sind. Es hat sich ja auch immer ausgezahlt für diese Speichellecker. Von den öffentlich-rechtlichen Medien werden sie für ihren „aufrechten Gang“ auch noch gelobt.

Ähnlich „demokratisch“ ging es bei der Frankfurter Buchmesse zu. Der Stand des  als „rechts“ diffamierten Antaios-Verlages  wurde von „Aktivisten“ verwüstet. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sprach von „Gesicht zeigen“, bevor er nach harscher Kritik eilig zurückruderte und versuchte sich – wenig glaubwürdig – auf seine Neutralität zu berufen. Das Buch »FINIS GERMANIA« des renommierten Historikers Prof. Rolf Peter Sieferle – veröffentlich im Antaios-Verlag – verschwand auf wundersame Weise von der Spiegel-Bestsellerliste. Mich erinnert das irgendwie an die Bücherverbrennung von 1933. Soweit sind wir also schon wieder. Die angeblich so toleranten „Demokraten“ zeigen nun ihr wahres Gesicht. Zu sehen ist aber nur eine hässliche Fratze.

Alle, die jetzt mutmaßen, dass ich AfD-Sympathisant oder gar AfD-Wähler bin, muss ich enttäuschen. Ich bin keines von beiden, aber ich denke, dass wir im Osten, die schon mal eine Meinungsdiktatur erlebt haben, an dieser Stelle einfach ein bisschen sensibler sind, als unsere Brüder und Schwestern in den „gebrauchten Bundesländern“.


Herzlichst, ihr

Stefan Patzer

© 2005 - 2017 spatz werbung und MMP Zwickau