Planitz wieder Teil des Zwickauer Triathlons


Petrus war wiederholt den außergewöhnlichen Dreikämpfern nicht hold. Auch der 6. Zwickauer Triathlon musste ohne Sonnenschein auskommen. Dem Niesel und teils starken Regen trotzten insgesamt 466 Teilnehmer. Sie gingen in 21 Wertungen und 16 unterschiedlichsten Einzel- und Staffel-Rennen an den Start. Bewährter Weise führte der Radteil wieder in den Stadtteil Planitz. Die Teilnehmer mussten wieder das Westsachsenstadion passieren und sich die Lengenfelder Straße bis kurz vor dem Kreisverkehr hinaus quälen. Die neuerliche und immerwährende Erkenntnis. Das zieht sich! Planitz liegt eben nicht im Tal.

Auch wenn sich die Veranstalter verstärktes Augenmerk auf den Familien- und Firmen-Wettkampf gelegt hatten, das größere Interesse lag zweifelsohne auf der olympischen sowie der Sprint-Distanz. Über 1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Rad und anschließenden 10 Kilometer Lauf stand am Ende kein Zwickauer auf dem Podest. Allerdings konnte sich Antje Herfurth vom veranstaltenden SV Zwickau von 1904 im Sprint einen dritten Platz erkämpfen. Damit wurde sie in dem als Sachsenmeisterschaft ausgetragenen Wettkampf auch drittbeste Sächsin.

Die gleiche Platzierung erreichte auch ihr Vereinskollege Martin Ganzon im Jedermann-Triathlon in der Einzelwertung der Männer. Das Jedermann-Einzel-Feld war mit 98 Teilnehmern auch das am stärksten besetzte Starterfeld.

Ebenfalls auf Platz drei kam der Zwickauer Daniel Schöps im Einsteigertriathlon ein. Die besten Platzierungen aus Zwickauer Sicht erreichten über die gleiche Distanz (400 m / 10 km / 2.500m) bei den Damen Doreen Täufel sowie Julian Täufel bei den Schülern B, beide vom SV Vorwärts Zwickau. Ganz oben auf dem Podest stand sogar Marlon Berhold von der Schule am Windberg in der AK Schüler C.

Absolut symbolischer Gewinner war jedoch Lothar Lanius. Mit 75 Jahren war er der älteste Teilnehmer und absolvierte die Sprintdistanz. Der SV 04-Athlet kam zwar im 58er Feld als 49. an. Allerdings blieben alle noch folgenden Plätze unbesetzt. Heißt: Lanius hielt durch und gewann sogar seine AK-Wertung. Hut ab!


Text und Fotos: Udo Hentschel

Triathlon1
Triathlon1
Triathlon1
lupe

Bild anklicken zum vergrößern

Bild 1: Für Zuschauer optimal: Ziel, Wechselraum und Wende des abschließenden Laufes

des diesjährigen Triathlons lagen dicht beieinander und waren komplett einsehbar.


Bild 2: Chapeau – Lothar Lanius war nicht nur der älteste Teilnehmer. Er zählte auch zu

denjenigen Startern, die auf ihrer jeweils gewähltne Distanz auch ins Ziel kamen.


Bild 3: Ein Blick in die Wechselzone lässt erahnen: Irgendwie wird es sicher irgendein

System in der anscheinend anmutenden Unordnung geben. Da hat eben jeder

Teilnehmer so seine eigene Ordnung, sein eigenes System der Ablage.

© 2005 - 2018 spatz werbung und MMP Zwickau