Wussten Sie es?


Die deutsche Sprache ist angefüllt mit bildhaften Sprichwörtern und Redewendungen. Viele davon haben ihren Ursprung in den Gewerken unserer Vorfahren und selbst unsere Kinder und Enkel verwenden sie auch heute noch. Kennen sie denn deren wahre Bedeutung?

Wenn wir uns auf dem Holzweg befinden, dann meinen wir, dass wir uns irren. Früher verirrte man sich im Wald und nahm irrtümlich den Transportweg der Köhler, also dem „Holzweg“.

Wenn Babys heute nach der Fütterung ein Bäuerchen machen, oder gar ein Erwachsener derlei Laute beim Essen von sich gibt, nimmt man Bezug auf die ungehobelten Tischmanieren der früheren einfachen Bauern.

Der Volksmund ist nach wie vor der Meinung: Lachen ist gesund. Der mittelalterliche Lehrsatz von Ärzten lautete sogar „Lachen ist der Leber gesund“, denn man war der Ansicht, dass Frohsinn der Leber helfen würde, frisches Blut zu erzeugen.

Blau machen drückt heute oft Faulen-zereien aus. Aber eigentlich kommt der Ausdruck von dem mittelalterlichen Handwerk der Tuchfärber. Die Ware musste etwa einen Tag in der Sonne trocknen um die kräftige Leuchtkraft des Indigofarbtons zu bekommen. In der Zeit konnte der Färber vermutlich nicht weiterarbeiten und machte Blau.

Die Glasmacher des Schwarzwaldes transportierten ihre fertige Ware in Fässern. Damit die Sachen auf dem Weg zu den Händlern nicht zerbrachen, füllte man zusätzlich verflüssigte Butter in den Bottich. Dieser erkaltete, wurde fest und verhinderte ungewollten Bruch. Es war also alles in Butter.


Markus Patzer

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