Schillerschule –  Tempo 30 angeblich nicht möglich


Die Begründung, warum die Geschwindigkeit im unteren Teil der Freiheitsstraße nicht auf 30 km/h begrenzt werden kann, war lang, ausführlich und klingt auch irgendwie plausibel. Ob sie richtig ist und ob die Stadtverwaltung nicht doch eventuell einen Ermessensspielraum hat, darf hingegen bezweifelt werden. Während zwischen Emil-Rosenow- Straße und Bergstraße eine 30er-Zone eingerichtet wurde, obwohl Kindergartenkinder sehr wahrscheinlich von Eltern oder Großeltern zur KITA gebracht werden, soll das für eine Grundschule nicht möglich sein, wo die Erst- bis Viertklässler überwiegend zu Fuß auf dem Weg zur Schule sind. OB Findeiß ist „zu der Überzeugung gelangt, dass der Straßenzug dennoch verkehrssicher und als Schulweg geeignet ist“. Wer so spricht, hat wahrscheinlich keine schulpflichtigen Kinder oder Enkelkinder und die „Ameisenstraße“, die zwischen Hort an der Lengenfelder Straße  und Schillerschule in der Uthmannstraße unterwegs ist, selbst noch nie gesehen. Sicherlich haben irgendwelche „Fachleute“ eine Studie angefertigt, die das gewünschte Ergebnis bestätigt. Man (Frau) hätte nur mal die seit Jahren an der Kreuzung Freiheitsstraße/Uthmannstraße im Einsatz befindlichen Verkehrshelfer fragen müssen, wie gefährlich gerade dieser Schulweg ist. Das Argument mit der Unfallstatistik wird die Eltern auch nicht überzeugen. Das Gegenargument: Muss denn immer erst was passieren, bevor gehandelt wird?, ist da schon wesentlich überzeugender. Straßen, die eine Begrenzung auf 30 haben, die nicht vernünftig erklärt werden kann, könnte man genügend aufzählen. Aber dafür haben die „Fachleute“ sicher auch eine Erklärung in der Schublade. Vielleicht wohnt ja dort ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der es gerne ruhig hat...

Freiheitsstraße1
Freiheitsstraße1
lupe

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