Tom Pauls

... und der Sächsische Dialekt


Kleiner Nachtrag zum Thema Sächsischer Dialekt in unserer Oktoberausgabe: Wir waren übers Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit in Pirna im Tom-Pauls-Theater und erlebten die Vorstellung der Sächsischen Wörter des Jahres 2017. Was uns bis dahin unbekannt war, dass Tom Pauls und Dr. Peter Ufer, die Gralshüter und Bewahrer des Sächsischen Dialektes seit 2008 jährlich zum 3. Oktober das beliebteste, das bedrohte und das schönste Sächsische Wort des Jahres küren, was jeweils gemeinsam mit den Lesern der »Sächsischen Zeitung« und der »Freien Presse« geschieht. Vielleicht können wir uns als »der planitzer« da auch mit engagieren.

Wir hatten Tom Pauls nach der Veranstaltung einen unserer Regenschirme mit der Aufschrift „orschwerbleede srengnd“ geschenkt, worüber er sich sehr freute. Auch in seiner Vorstellung ging es um die verschiedenen graduellen Abstufungen des Niederschlags vom siefern über nieseln, drebbln, draschn und schidden bis zum eimern. Uns wurde an diesem Abend bewusst, dass die beiden nicht nur einfach Spaß machen, sondern die Erforschung der verschiedenen Sächsischen Dialekte von „singenden Vogtland“ bis zur „rollenden Lausitz“ wirklich ernsthaft und wissenschaftlich betreiben. Wir erlebten einen Theaterabend der Extraklasse, wo ein Kulturgut wie der Sächsische Dialekt auf unterhaltsame Art gepflegt und bewahrt wird. Die sächsischen Wörter des Jahres 2017 sind übrigens: andadschn als beliebtestes, Reformande als bedrohtes und Schmieche als schönstes Wort. Beim Fototermin sagte uns Tom Pauls übrigens, dass er Planitz kennt und dass Gert Fröbe hier geboren wurde. Im nächsten Jahr erscheint übrigens von Tom Pauls und Dr. Peter Ufer eine Biografie von Lene Voigt.

Foto mit Tom Pauls
lupe

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