Frühling am Schlossberg


Ups, da ist uns wohl in der Aprilausgabe ein Fehler unterlaufen, den wir selbst gar nicht bemerkt haben, aber auch nicht bemerken konnten. Bei der Übersendung der Textdatei von der Autorin, Ines Einhenkel, zu uns, ist es zu einem unerklärlichen Fehler gekommen, bei dem seltsamerweise im Mittelteil ein beträchtlicher Teil des Textes offensichtlich im „Datennirwana“ verloren ging und gar nicht bei uns ankam.

Beim Lesen des Textes habe ich mich zwar gewundert, wie man so plötzlich von der Bergstraße zum Cainsdorfer Turnerheim kommt, das aber nicht ernst genommen und der Autorin vertraut.

Viele unserer aufmerksamen Leser und Wanderer wurden gleichfalls stutzig und fragten an. Mit der Autorin konnte der Fall geklärt werden. Den vollständigen Text drucken wir hier noch einmal ab und bitten den Fehler zu entschuldigen.


3. Etappe  – ca. 9 km ca. 2 1/2 – 3 Stunden


Hallo ihr Wanderfreunde! Heute habt ihr eine recht anspruchsvolle Tour vor euch. Es geht bergauf und bergab über Stock und Stein. Es gibt kein Gasthaus unterwegs. Also, Proviant mitnehmen! Wählt unbedingt wasserfestes Schuhwerk. Mir ist es schon passiert, dass ich nach starken Regenperioden umkehren musste. Ein Fernglas beschert euch unvergessliche Ausblicke. Ihr erreicht den Startpunkt mit dem Bus der Linie 10, Haltestelle „Wasserturm“. Der Wasserturm befindet sich im Wohngebiet auf der Ernst-August-Geitner-Straße, nur einen Katzensprung von der Freiheitsstraße entfernt. Zum Tag des Wassers gibt es die Möglichkeit, diesen zu besichtigen bis zur Aussichtsplattform mit einem 360° Rundblick.

Die Wanderung beginnt an der Kreuzung Bergstraße - Freiheitsstraße. Wer zur letzten Etappe noch nicht die Von-Weber-Straße mitgenommen hat, kann es jetzt nachholen. Alle anderen begeben sich gleich die Bergstraße bergab Richtung Rottmannsdorf. Alle anderen laufen eine kurze Strecke Richtung Cainsdorf, biegen rechts ab in die Von-Weber-Straße. Die Aussicht nach Rottmannsdorf, in den Plotzgrund, zum Auersberg und zum Geyer befindet sich am Ende der Häuserreihe am Strommast. Folgt ihr weiter der Straße bergauf, so gelangt Ihr wieder auf die Bergstraße, dort geht`s links bergab Richtung Rottmannsdorf, zur Rottmannsdorfer Hauptstraße bitte links abbiegen. Rottmannsdorf begrüßt Euch mit einem handgemachten Ortseingangsschild. An der Zufahrtstraße zur Haussiedlung der „hinzugezogenen Rottmannsdorfer“ gabelt sich die Rottmannsdorfer Hauptstraße auf in zwei Äste. Nehmt den Weg vorbei am beliebten Spielplatz, lasst das Gebäude der Feuerwehr links liegen und wandert weiter auf der Rottmannsdorfer Hauptstraße bergauf bis die Straße in einen Feldweg übergeht, die „Pflaumenallee“. Genießt den herrlichen Blick nach Oberplanitz mit dem Wasserturm, in der Ferne u.a. der Förderturm des Vierer Schachtes. Ihr gelangt zum Waldrand, überquert den Culitzschbach, zwei Bänke laden ein zur Rast, lauft weiter Richtung Culitzsch auf der Rottmannsdorfer Straße (ein Feldweg). Aufmerksame Beobachter entdecken vielleicht den Bau der roten Waldameise am linken Wegesrand. Sie und ihre Nester sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und stehen laut der Roten Liste gefährdeter Arten Deutschlands auf der Vorwarnliste. Also, lasst sie bitte in Ruhe ihre Arbeit verrichten. Tretet ihr aus dem Wald, so habt ihr wieder eine Aussicht, zum Wasserturm von Oberhohndorf, den 6 Windmühlen oberhalb von Silberstraße und merkt euch die Farben der verschiedenen Kirchen der Umgebung. Der Weg führt unter der Autobahn hindurch, an der Motocross-Strecke links abbiegen. Auf dem befestigten Weg der Rottmannsdorfer Straße erwartet euch ein ganz neues Panorama, u.a. wieder der markante Auersbergturm, der Kuhberg, der Borberg, der Hartmannsdorfer Forst, die A 72, in der Ferne die 4 Windmühlen an der Lippold`s Ruh. An der Kreuzung zur Hauptstraße in Culitzsch biegt links ab, geht vorbei an der ehemaligen Gemeindeverwaltung. Achtung! Jetzt aufpassen! An der Hausnummer 32 links abbiegen! Die Straße führt bergauf zu einer Brücke über die A 72. Es empfängt Euch ein ohrenbetäubender Lärm. Gleichwohl, die Aussicht ist beeindruckend. Nach der Brücke biegt ihr links ab und nehmt den Weg hinab in der Plotzgrund, am Waldrand biegt rechts ab. Der Weg schlängelt sich hinab zum Plotzbach. Hier könnt ihr eine Pause machen und vielleicht ein Kneippsches Fußbad nehmen. Mit Kindern ist es ein Muss, hier zu verweilen. An der nächsten Weggabelung (leider ist die Beschilderung beschädigt) geht es den steilen schmalen Pfad bergauf, dicht neben der Gartenanlage, entlang dem Culitzscher Weg (auch Rudolf-Harbig-Weg) immer hinter den Häusern. Ihr erblickt ein Hinweisschild vom Cainsdorfer Schnitzverein e.V. Das Schild wurde im Original geschnitzt, farbig gestaltet und für den Außenbereich mit einem Metallgussverfahren wetterfest gemacht. Weitere solcher Kunstwerke befinden sich in Cainsdorf auf der Kirchstraße, am sog. Holzplatz und eines weist den Weg zum Doktorberg von Wilkau-Haßlau. Ihr werdet dieses noch erblicken. Viel Arbeit, von der Idee, dem Entwurf bis zur Fertigstellung, steckt in diesen Tafeln. An dieser Stelle einen Dank von mir an die Schnitzer. Ich habe erste Erfahrungen mit dem Schnitzmesser machen dürfen. Ines allein unter lauter Männern! Der Verein ist auch offen für Kinder! Nehmt es mir bitte nicht übel. Jetzt, wo die Sonne wieder lacht, bin ich doch lieber wieder zu Fuß unterwegs. Es ist für mich ein guter Ausgleich zu meiner eher sitzenden Tätigkeit und den Denkaufgaben.

Gut gemacht bis hierher! Schaut noch einmal zurück ins Tal und auf die bereits zurück gelegte Strecke!

Lauft ihr den unbefestigten Weg neben dem Sportplatz entlang weiter, so gelangt ihr zur Wilkauer Straße. An der Ecke befindet sich der Zugang zum Sportplatz und zum Turnerheim mit der Werkstatt der Schnitzer. Folgt nun der Wilkauer Straße Richtung Cainsdorf und nehmt euch Zeit, die Aussicht zu studieren. Tief unten liegt das Muldental, und es erscheint wie ein Katzensprung hinüber zum Vielauer Wald. Ihr ahnt es bestimmt, unser Weg wird uns bald dort entlang führen!

Am Getränkehandel Huster wandert Ihr weiter geradeaus auf der Feldstraße, vorbei an Riedls Milchtankstelle, macht einen kleinen Abstecher rechts auf die Cainsdorfer Höhe. Der Abstecher lohnt sich unbedingt! Dort entsteht ein neues Wohngebiet an der wohl zugigsten Stelle von Cainsdorf. In naher Zukunft wird die Aussicht durch Häuser verdeckt sein. Merkt euch die Gebäude am Windberg von Marienthal, das VW-Werk in der Ferne, Eckersbach und wieder die verschiedenen Silhouetten der Kirchtürme von Zwickau. Macht kehrt, biegt rechts ab in die Feldstraße und lauft steil bergab bis zur Cainsdorfer Hauptstraße, biegt nun noch einmal links ab. Ihr habt das heutige Etappenziel erreicht.

Die Bushaltestelle der Linie 10 befindet sich gegenüber der Gemeindeverwaltung auf der Lindenstraße. Sie führt euch nach Planitz, über das Stadtzentrum bis nach Weißenborn und Niederhohndorf.

Stimmst, die Tour war anspruchsvoll, aber sehr schön in der Natur und mit sehr abwechslungsreichen Blickachsen.

Auch die nächste Etappe wird es in sich haben. Das verspreche ich euch!


Bis bald und viele Grüße von Ines Einhenkel!

Bergsteig1
Bergsteig1
Bergsteig1
Bergsteig1
Bergsteig1
lupe

Bild anklicken zum vergrößern

© 2005 - 2022 spatz werbung