Restaurierung der Gewölbe und des Orgelgehäuses


Nun ist es geschafft. Die umfangreichen Vorarbeiten in der Lukaskirche für den Wiedereinbau der Walcker-Orgel in das Gehäuse sind fast abgeschlossen, bis auf einige Zierelemente, die noch angefügt werden müssen. Die beteiligten Firmen und vor allem die Restaurierungsfirma Brasche haben Hervorragendes geleistet. Im September 2019 begann durch die Firma Eule der Ausbau der Bestände an Pfeifen und Mechanik.

Von Oktober bis März 2020 konnten wir die Gewölbe und Wände im Orgelbereich sanieren. Dabei wurden zunächst die Putzflächen gereinigt, teilweise Putz abgestoßen und die Fehlstellen von etwa 8 m2 wieder verputzt. Nach einer Entsalzung und Sicherung der verbliebenen alten Putzflächen wurden Bemalungsfragmente gesichert und restauriert. Nach dem Auftrag der Grundfassung wurde die Schablonierung der Ornamentbänder mit Keimscher Mineralfarbe vorgenommen und die Fugenstriche aufgebracht. Die wunderschöne Manschette am Schlussstein direkt über dem Orgelprospekt erstrahlt nun auch wieder in originaler Schönheit.

Dann hat die Tischlerei GSK Möbelbau Hirschfeld die fehlenden Füllungen und Türen am Orgelgehäuse ergänzt. Die Wiederherstellung der Fassung am Orgelgehäuse einschließlich Prospekt war ebenso sehr aufwändig, weil die Verschmutzung in den letzten Jahrzehnten in die Farben eingedrungen war. Nach einer Reinigung mit Staubsauger und Wasser wurde durch die Fa. Brasche eine ölige Tränkung aufgetragen. Anschließend führte man eine Reparatur und Kittung der Fehlstellen und Risse aus, bevor die Farbretuschen vorgenommen werden konnten. Zeitgleich wurden 4 fehlende Fialen und kleine Verzierungen ergänzt.

Der Vorstand des Fördervereins hat die mit Orgelpfeifen bemalten Leinwände nicht wieder anbringen lassen. Einerseits bietet sich ein schöner Blick in die Orgelkammer nach der Restaurierung und andererseits soll man das fehlende Orgelwerk eindeutig wahrnehmen.

Die geplanten Kosten wurden eingehalten. Bisher gibt es 134 Pfeifenpatenschaften. Derzeit gibt es noch einen Fehlbetrag zu den Gesamtkosten von ca. 35.000 Euro.

Nun hoffen alle, dass das Instrument rechtzeitig und wie vertraglich gebunden, im Oktober 2021 fertiggestellt werden kann.


Gabriel Püschmann



Walcker-Orgel1
Walcker-Orgel2
Walcker-Orgel2
lupe

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1. Bild: Blick zum Orgelprospekt: Ohne die mit Orgelpfeifen bemalten Leinwände und nach dem Ausbau der Pfeifen hat man einen guten Bick auf den dahinterliegenden Innenraum der Walcker-Orgel.


2. Bild: Blick in den Innenraum der Orgel: Dieser Raum wird demnächst wieder von Pfeifen und dem Spielwerk ausgefüllt sein.


3. Bild: Blick aus dem Innenraum auf den Orgelprospekt

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