Farb-Erinnerungen und -Hoffnungen


Ob nun Jamaika oder Bolivien – um auch mal eine andere Staatsflagge ins vom Wahl-Verlierer als Ränkespiel torpedierte Bilden einer Regierung zu bringen –, heute ist nur noch schwer nachvollziehbar, ob die deutsche demokratische Ist-nicht-mehr auch dort hin Güter des Alltags oder Spezialprodukte exportiert hat. Zumindest gab es damals ausreichend NSW-Kader, also Lkw-Fahrer, die heute händeringend gesucht werden aber zu jener Zeit alles Mögliche gen Westen, ins nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet fuhren. Also damals, als unter Hammer und Sichel gefertigt wurde und fast alles – zumindest über siebzig Prozent aller Produkte – dem gefräßigen Adler in die Krallen gelegt wurde. Das war bekanntlich der Anfang vom Ende. Mit der Wende war das Billigproduktionsland passe. Zum einen wurde die Ost-Konkurrenz abgewickelt und – obwohl unter Gesamt-Schwarz-Rot-Gold bestens möglich, aber um den Maximalprofit zu sichern, ja noch zu erhöhen (ohne teils im Inland entsprechend steuerlich zur Kasse gebeten zu werden) – aus der Hoheit des 1815 in Jena gegründeten studentischen Burschenschaft hervorgegangenen Banners nach Asien verlagert. Und weil der fernöstliche starke Arm es will, stehen jetzt hierzulande zahllose Räder still. Zumindest laufen sie wesentlich langsamer. Andere existieren gar nicht mehr. Da liegt es unausweichlich auf der Hand, welche immense Anstrengung vor dem möglichen „Bolivien-Konstrukt“ liegt: Nämlich die Fabrikation von medizinischen Produkten – um nur ein absolut notwendiges Beispiel anzuführen – wieder in alemannischen Landen anzusiedeln. Hoffentlich geht das im rot-grün-gelben Gefüge nicht unter.


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